Coronakrise für die Rocklands

Genau wie vielen anderen Unternehmen und auch Privatpersonen verlangt uns der Shutdown nicht nur emotional, sondern leider auch wirtschaftlich einiges ab. Trotz Kurzarbeit, dem kompletten Gehaltsverzicht unserer beiden hübschen Geschäftsführer und Aussetzung bzw. Stundung aller Kosten, bei denen es diese Option gab, belasten uns mit unseren beiden Hallen weiterhin laufende Kosten von ca. 30.000 Euro im Monat. Hinzu kommt, dass die Stundungen und Aussetzungen die entsprechenden Zahlungen natürlich nur nach hinten verschieben und die momentane Entlastung uns also später belasten wird, ohne dass wir die Möglichkeit hätten, unsere Produktion und somit unseren Umsatz zu steigern.

 

Den Kosten entgegen steht bisher nur eure großartige Hilfe. Durch das Weiterlaufenlassen der Abos habt ihr uns bisher ca. 8000€ zukommen lassen. Einkäufe in unserem Onlineshop und Gutscheinkäufe summieren sich auf etwa 3000€.

 

Staatliche Hilfen in Form von Zuschüssen haben wir bisher nicht erhalten. Das Soforthilfeprogramm des Bundes, von dem ihr sicherlich schon einige Politiker habt schwärmen hören, lässt uns und generell mittelständische Firmen mit mehr als 10 Mitarbeitern außen vor.

Die Ungleichheit und schwäche der momentanen Verteilung ist leicht daran zu erkennen, dass unsere direkten Mitbewerber, mit jeweils einer Halle und 5-10 Angestellten, eine Soforthilfe von 15.000 € erwarten können, während wir für unsere beiden Hallen bisher mit 0€ rechnen mussten. Wir freuen uns für KBA, Boulderolymp und Co, denn das Geld wird dringend benötigt. Da wir unsere beiden Hallen unter einer Firma betreiben haben wir zwar das gleiche Problem in doppelter Ausführung, sind aber auf Grund der ebenfalls etwa doppelten Mitarbeiterzahl, wie erwähnt, bisher nicht Soforthilfeberechtigt gewesen. Da hat sich doch mal wieder jemand richtig viel Gedanken gemacht.

 

Mittlerweile gibt es glücklicherweise auch für uns die Möglichkeit, über das Saarland eine Soforthilfe von ebenfalls 15.000 Euro zu beantragen. Allerdings als Firma, also für beide Hallen und nicht je Halle. Das ist natürlich besser als nichts, die Quantität der wegfallenden Umsätze und weiterlaufenden Kosten bleibt aber zwischen den direkten Mitbewerber einer Branche weiter unberücksichtigt. Ein genaueres Vorgehen wäre unserer Meinung nach relativ leicht umsetzbar und wichtig. Wir hoffen weiter auf eine faire und sinnvolle Verteilung.